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Abbildung 8: Modernere IBM-Lochkarte. Quelle: [1]
3.1 Konrad Zuse (1910 1972)
Abbildung 9: Konrad Zuse. Quelle: [6]
Der Bauingeneur Konrad Zuse(Abbildung 9) hatte 1933 die Idee, die Rechen-
schamata, die in seinem Beruf ständig anzuwenden waren, durch eine Maschine
zu automatisieren. Er wagte somit einen zweiten Anlauf für einen Universal-
rechner, wie ihn schon Charles Babbage konstruieren wollte. (Von Babbage
wußte Zuse jedoch bis in die 40er Jahre noch nichts) Er konstruierte 1938 in sei-
ner Wohnung in Berlin seine erste vollständig mechanische Rechenmaschine, die
Z1(Abbildung 10). Sie bestand aus ca. 40.000 kleinen und großen Metallplätt-
chen, die mechanisch miteinander wechselwirkten. Diese hatte Zuse in Laubsäge-
arbeit selbst hergestellt und sie verklemmten sich oft3, was die Maschine sehr
fehleranfällig machte.
Uber den Zwischenschritt der Z2, bei der das Rechen-
werk schon elektromechanisch ausgelegt war, konstruierte Zuse dann 1941 die
Z3(Abbildung 11), eine vollständig in Relaistechnik aufgebaute Rechenmaschi-
ne. Sie bestand aus über 2.500 Relais und arbeitete im Binärsystem, besaß eine
Gleitpunktdarstellung für Zahlen und konnte auch mit den logischen Grundope-
rationen UND, ODER und NICHT umgehen. Für eine Multiplikation benötigte
die Z3 ungefähr 4 bis 5 Sekunden.
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