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Abbildung 10: Nachbau der Z1 von 19871989. Vergrößerte Ausschnitte von
Links im Uhrzeigersinn: Eingabefeld, Kurbel (Takt),
Ubertragungsgestänge,
Programmlesegerät, 3 Speicherblöcke, Verbindung zum Rechenwerk (Weichen-
straße). Quelle: [7]
3.2 Harvard Mark I
Ein weiterer elektomechanisch arbeitender Computer ist der 1943 fertiggestellte
IBM ASCC (Automatic Sequence Controlled Calculator), besser bekannt als
Harvard Mark I4(Abbildung 13). Der ASCC, entwickelt von Howard H. Aiken
(Abbildung 12), bestand aus rund 700.000 Einzelteilen und ca. 80 km Draht.
Er war 15 Meter lang, 2,5 Meter hoch und konnte zwei Zahlen in ungefähr
6 Sekunden miteinander multiplizieren. Auch dieser Computer arbeitete noch
vollständig im Dezimalsystem, was die Komplexität enorm erhöhte.
Eine kleine Anekdote am Rand: Der Nachfolger des ASCC, der Harvard Mark
II, war der Namensgeber für die Bezeichnung Bug für einen Programmfehler:
Als die Programmierer damals nach dem Fehler suchten, warum ihr Programm
nicht richtig lief, stießen sie auf eine kleine Wanze, die in den Kontakten eines
der Relais eingeklemmt war und somit den Stromfluß verhinderte...
3Bei der Z1 gab es auch schon Illegale Befehlsfolgen, so wie es heute bei den Prozessoren
die Illeglen Opcodes gibt: Befehle, die nicht ausgeführt werden dürfen. Beim Versuch, einen
solchen Befehl auszuführen, wurde die im Deutschen Technikmuseum nachgebaute Z1 leicht
beschädigt.
4Der Name Harvard Mark I kommt daher, daß dieser Rechner ein Jahr nach seiner
Fertigstellung an der Harvard Universität in Betrieb genommen wurde.
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